Desaster-Recovery für Unternehmen

Was versteht man unter Desaster-Recovery?

Desaster-Recovery ist die Wiederherstellung sämtlicher Firmen-Büro-Aktivitäten nach einem extremen Datenausfall, etwa durch Brand der Büroräume oder Diebstahl der PCs und Server aus den Geschäftsräumen.

Was ist der Unterschied zwischen Backup und Desaster-Recovery?

Ein Backup setzt voraus, dass die Infrastruktur und die Geräte sowie die Software noch vorhanden sind, um die gesicherten Daten aus Backups wieder einspielen zu können. Bei einer Katastrophe wird dies allerdings nicht der Fall sein.

Wozu brauchen Unternehmen ein Desaster-Recovery-Konzept?

Echte Datenkatastrophen können einen langen Betriebsausfall bedeuten. Wie schnell ist der Betrieb wieder geschäftsfähig? Im Extremfall überleben kleinere und mittlere Unternehmen einen solchen Ausfall nicht.

Unter Desaster-Recovery versteht man die schnellst mögliche Wiederherstellung zerstörter Hard- und Software nach einem Ausfall. Dies erfordert eine strategische Planung.

Dabei sind zunächst die Risiken zu bewerten. Wie hoch sind die Einnahmen-Einbußen pro Tag? Welche Auswirkung hat ein langfristiger Ausfall auf die Kundenbeziehungen? Wie viele Stunden fallen Mitarbeitende aus?

Zu der strategischen Planung gehört auch, die Prioritäten der Wiederherstellung festzulegen. Welche Hard- und Software ist für das Geschäft unverzichtbar? Auf welche Software-Anwendungen kann kurzfristig verzichtet werden? Für welche Anwendungsfälle gibt es Ersatzlösungen?

Was können die Ursachen sein für Datenkatastrophen?

Datenkatastrophe durch Feuer
  • Software-Fehler
  • Hardware-Fehler
  • Cyber-Angriffe
  • Brand
  • Einbruch / Diebstahl
  • Überschwemmung
  • Erdbeben

Welche Maßnahmen sind zum Schutz einer Datenkatastrophe vorzunehmen?

Es ist wichtig, sich ein komplettes Bild der eigenen Unternehmens-IT zu machen. Das ist eine Inventur der Hardware, der eingesetzten Software, das Zusammenspiel aller Komponenten, auch mit Schnittstellen-Partnern anderer Unternehmen.

Weiterhin sollten die wichtigsten Daten, Dokumente, Emails, Lagerbestände etc. in Echtzeit auf einem externen Server, also in der Cloud, gesichert werden. Hierzu bietet sich z. B. das kostenlose Produkt Nextcloud an. Auf den Arbeits-Rechnern wird eine Client-Applikation installiert, die sich mit dem externen Nextcloud-Server verbindet. Alle zuvor festgelegten Dateien und Verzeichnisse auf den Arbeitsrechnern werden automatisch bei jeder Änderung auf dem Server gesichert. Mher ist nicht zu tun, die Sicherungen erfolgen automatisch in Echtzeit. Auf die Nextcloud-Sicherungen kann jederzeit von überall vom Administrator über Browser zugegriffen werden. Der ausgefallene Standort spielt zur Wiederherstellung keine Rolle.

Dennoch muss weiterhin ein Backup auf externen Datenträgern durchgeführt werden. Daten könnten auf dem PC infiziert worden sein und damit ist auch die Echtzeit-Sicherung infiziert. Auf externen Datenträgern kann man verschiedene Versionen sichern, z. B. wochenweise, um so auf ältere, nicht infizierte Backups zurückgreifen zu können. Es empfiehlt sich, die Backups auf mindestens zwei externen Datenträgern zu sichern.

Als externe Datenträger eignen sich RDX-Kassetten, die eine hohe Lebensdauer von 10 Jahren garantieren.

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