Menschliches Wissen vs. KI

Menschliches Wissen vs. KI

Warum Inhalte im Internet von Menschen stammen müssen – nicht von KI

Künstliche Intelligenz ist gekommen, um zu bleiben. Sie kann Texte zusammenfassen, Vorschläge machen, Prozesse beschleunigen. Aber sie darf eines nicht ersetzen: den Menschen als Ursprung von Wissen, Haltung und Verantwortung.

Gerade im Internet erleben wir aktuell eine gefährliche Schieflage. Inhalte werden zunehmend automatisiert produziert, optimiert für Klicks, Reichweite und Monetarisierung. Was dabei verloren geht, ist das, was Wissen eigentlich wertvoll macht: Einordnung, Transparenz, Diskurs und gemeinschaftliche Kontrolle.

Wissen braucht Menschen – nicht nur Algorithmen

Wissen ist mehr als korrekt aneinandergereihte Fakten. Es ist Ergebnis von Erfahrung, Diskussion, Widerspruch und gemeinsamer Arbeit. Menschen übernehmen Verantwortung für das, was sie veröffentlichen. Sie machen ihre Perspektive sichtbar. Sie sind ansprechbar und korrigierbar.

KI hingegen reproduziert vor allem bestehende Inhalte – inklusive ihrer Fehler, Verzerrungen und Machtstrukturen. Wenn Inhalte überwiegend von KI erzeugt werden, entsteht eine Echokammer aus bereits Gesagtem. Innovation, Vielfalt und kritisches Denken bleiben auf der Strecke.

Wikipedia als leuchtendes Gegenbeispiel

Ein herausragendes Beispiel dafür, wie menschlich geprägtes Wissen im digitalen Raum funktionieren kann, ist Wikipedia.

Hier schreiben keine anonymen Blackbox-Algorithmen, sondern Menschen für Menschen – ehrenamtlich, unabhängig und dem Gemeinwohl verpflichtet. Genau dieses Prinzip macht Wikipedia seit Jahren zu einer der vertrauenswürdigsten Wissensquellen weltweit.

Digitale Unabhängigkeit statt Plattform-Monopole

Das Internet ist mit dem Versprechen gestartet, Wissen frei zugänglich zu machen. Heute ist es in weiten Teilen kommerzialisiert und von wenigen großen Digitalkonzernen dominiert. Umso wichtiger sind Initiativen wie der Digital Independence Day, die dazu ermutigen, sich bewusst für offene, gemeinwohlorientierte Alternativen zu entscheiden.

Denn digitale Souveränität beginnt dort, wo wir hinterfragen:

Wer erstellt Inhalte? In wessen Interesse? Und unter welchen Rahmenbedingungen?

KI kann ein Werkzeug sein. Aber sie darf nicht zum Autor unserer digitalen Wirklichkeit werden.
Wenn wir wollen, dass Wissen vertrauenswürdig, vielfältig und menschlich bleibt, müssen Menschen im Zentrum der Wissensproduktion stehen.

Was denkt ihr? Sollten KI-generierte Inhalte klar gekennzeichnet werden – oder sogar begrenzt?
Ich bin gespannt auf eure Perspektiven in den Kommentaren.