Was sich hier so witzig anhört, das gibt es wirklich. In der IT wird dieses Verfahren „Handshake-Verfahren“ genannt. Es ist ein Netzwerkprotokoll auf der untersten Ebene unserer Computerverbindungen. Wir machen uns heute keine Gedanken mehr darüber, was alles ablaufen muss, damit ein Computer überhaupt mit einem andern über ein Netzwerk eine Verbindung aufbauen kann.
Mit der Anweisung „ready for data“ („Bist du bereit für Daten?“) wird der Verbindungsaufbau gestartet. Dies ist wichtig, damit keine Daten verloren gehen. Der andere Server muss antworten mit dem Code, der „ready for date accepted“ („Ich bin bereit für deine Daten“) lautet. Damit ist sicher gestellt, das die Gegenseite nicht mit anderen Dingen beschäftigt ist. Erst dann können weitere Befehle an den Zielcomputer geschickt werden.
Dies nennt man ein Netzwerkprotokoll. Das mag sehr menschlich klingen. Das ist es ja auch, weil sich Menschen das ausgedacht haben, als sie dieses Netzwerkprotokoll entwickelt haben.
Dieses Protokoll wird z. B. verwendet, wenn sich zwei Industriemaschinen miteinander verbinden. Bei der Internetverbindung über den Browser ist es ein wenig anders. Hier gibt es das TCP-Handshake-Verfahren, die Befehle heißen anders, das Prinzip ist aber das gleiche. Der sendende Computer sendet eine „SYNC“-Anfrage (=“Synchronisierung“), worauf ein „SYNC-ACK“ (=“Synchronisation Acknwoledge“ = „Synchronisierung erkannt“) als Antwort erwartet wird. Nur wenn diese Antwort kommt, werden Daten gesendet. Anderenfalls wird erneut angefragt, ob die Gegenstelle bereit ist.
Wenn dann die Daten ausgetauscht werden, geschieht dies in gebündelten Datenpaketen mit einer bestimmten Byte-Anzahl. Jedes Paket wird mit einer eigenen Nummer versehen, und jede Antwort der Gegenstelle muss diese Nummer mit entsprechenden Antworten zurücksenden. In der Antwort kann eine Bestätigung vorhanden sein, ein einfaches „Daten erhalten“, oder eine Fehlermeldung, wenn die Daten nicht korrekt vorhanden sind, das Paket nicht vollständig angekommen ist, also Bytes verloren gegangen sein sollten.
Bevor also wir irgendetwas über unseren Browser im Internet absenden können, laufen im Hintergrund jede Menge andere Prozesse, die die Daten übertragen.
Darüber machen wir uns keine Gedanken. Aber vielleicht war diese Erklärung auch einmal für den einen oder anderen, der in der Materie nicht drinsteckt, interessant.
Das letzte Bit knipst bitte das Licht aus!